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 Quelle zu Ehren der Ehefrau

Dr. Schilling aus Nysa erforschte erneut die Sankt-Georg- Heilwasserquelle und zugleich entdeckte er eine Quelle, die er „Neue Quelle” nannte (heute trägt sie den Namen „Maria Sklodowska-Curie”). Wahrscheinlich wurde sie gegen 1622 entdeckt, und in 1788 wurde sie umbennant und war unter dem Namen „Tuszowe” bekannt.

In 1637 kaufte Zygmunt Hoffmann – Verwalter der Klodzkie Grafschaft, die durch Dr. Schilling beschriebene Heilwasserquelle und ihre Gegend ein, doch wegen dauernden Kriege konnte er 40 Jahre lang keine Arbeiten ausführen. Erst in 1678 ließ der Eigentümer die Heilwasserquelle reinigen und in ihrer Nähe wurde eine wärmere, ergiebigere Quelle entdeckt, die durch Zygmunt Hoffmann zu Ehren nach seiner Ehefrau „Maria” benannt wurde. Nachdem die neue Entspringung freigelegt worden war, wurde auch ein in Fels gehauter, fast drei Meter langer, zwei Meter breiter und zwei Meter tiefer Behälter entdeckt. Drinnen befanden sich Schippenreste, Schöpfkellen und andere Gegenstände. Alles zeugte vom Bestehen einer organisierten Kurbehandlung in entfernten Zeiten, wesentlich früher, als die „Jerzy”- Heilwasserquelle entstand.

Hoffmann begann eine Badeanstalt zu bauen, die in 1680 zur Nutzung übergeben wurde. Sie bekam den Namen „Marienbad” (zur Zeit „Wojciech”). Es war ein prächtiges achtseitiges Objekt über 20 Meter hoch, mit fast zehn Meter Durchmessser. Im Gebäude befand sich ein achteckiges über 1,5 m tiefes Wasserbecken, mit fast 6 m Diagonale. Der Boden des Wasserbeckens war aus Holz, und der Fussboden bedeckte Stellen, wo das Wasser entsprang.

Um die Jahrhundertwende dauerte ein Kampf zwischen der städtischen und der privaten Heilwasserquelle. Veröffentlicht waren medizinische im Wettbewerb stehende Bearbeitungen, welche das Heilwasser von Ladek und Empfehlungen betrafen, wie es anzuwenden ist. Je nach dem Patron der Ausgaben sprachen ihre Autoren entweder für die „Jerzy”- oder „Maria”- Heilwasserquelle. Erst in 1736, als die Stadtbehörde vom Hoffmanns Enkel „Maria” einkauften, wurde das Heilangebot vollständig, und bis heute werden sowohl Radonwässer als auch Schwefelwasserstoff- Thermalquellen von Ladek gleichermaßen angeboten.

 


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